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Analoge Lochkamera für zwei

Ein Foto. Zwei Menschen. Nicht am selben Tag.

Du belichtest die eine Hälfte, jemand anderes die andere, Wochen oder Jahre später. Zusammen wird daraus ein Bild, das keiner von euch allein hätte machen können.

Ein fertiges Both-In-Time-Bild: in Kaffee entwickelt, blau-indigo getont.
Ineke (Haslach, 23.7.2026) & Przemek (Stuttgart, 15.5.2026)

Du machst den Anfang. Das Ende gehört jemand anderem.

Die Both-In-Time-Lochkamera von vorn: Kraftkarton, rotes Quadrat, Banderole mit Nadel, zwei verschlossene Löcher.

Von Hand gebaut in Stuttgart. Innen liegt das Fotopapier im Dunkeln.

Du stichst das linke Loch. Ziehst du die Nadel heraus, beginnt deine Belichtung.

Keine Linse, keine Elektronik. Licht fällt durch ein winziges Loch von 0,3 mm. An der Rückwand entsteht ein kleines, umgedrehtes Bild. Direkt auf dem lichtempfindlichen Fotopapier, wie in einer Dunkelkammer.

Die Kamera wird weitergegeben. An eine andere Person, an einen anderen Ort, an einem anderen Tag.

Tage, Wochen oder Jahre später sticht diese andere Person das zweite Loch.

Rechts entsteht ihr Bild. Links liegt deins, die ganze Zeit im Dunkeln.

Das gezeichnete Negativ dreht sich um 180 Grad und wird zum echten, in Kaffee entwickelten Negativ.Das fertige Positiv: ein in Kaffee entwickeltes Lochkamera-Bild, blau-indigo getont.Ein fertiges Both-In-Time-Bild: in Kaffee entwickelt, blau-indigo getont.

Beide Aufnahmen auf einem Bild. Auf dem Kopf stehend.

Fünf Minuten in der abgedunkelten Küche, unter Rotlicht: Instantkaffee, Vitamin C, Natron. Das Bild wird im Entwickler langsam sichtbar.

Jetzt seht ihr beide zum ersten Mal, was ihr gemeinsam aufgenommen habt. Das Negativ wird umgekehrt. Erst jetzt entsteht das fertige Bild.

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Drei Schritte.

  1. 01

    Belichten

    Nadel ins Aluminium stechen, Kamera ausrichten, Nadel herausziehen, Loch wieder zukleben.

  2. 02

    Weitergeben

    Die Kamera geht weiter. An jemand anderen, an einen anderen Ort, an einen anderen Tag.

  3. 03

    Entwickeln

    Person 2 belichtet die zweite Hälfte und entwickelt das Negativ mit Caffenol: etwas Instantkaffee, Vitamin C und Natron.

Vollständige Anleitung lesen

Die Kamera.

Eine Lochkamera, die zwei Menschen teilen.

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Zusammen, nicht gleichzeitig

Zwei Hälften, die sich nie begegnet sind.

Du belichtest eine Hälfte des Papiers und gibst die Kamera dann aus der Hand. Jemand, den du liebst, oder jemand, dem du nie begegnen wirst, belichtet die zweite Hälfte.

Sichtbar wird das Bild erst im Kaffee: fünf Minuten in einer abgedunkelten Küche, bei rotem Licht. Dann liegen beide Hälften auf demselben Fotopapier.

Das fertige Positiv: ein in Kaffee entwickeltes Lochkamera-Bild, blau-indigo getont.

Eine Kamera, zwei Hände, Kaffee.

  • Reine Optik

    Ein Loch von 0,3 mm. Kein Glas, keine Linse, keine Elektronik. Das Licht zeichnet direkt auf Fotopapier.

  • Handgefertigt

    Kleinserie aus Stuttgart. Jede Kamera wird von Hand gebaut, geprüft und eingepackt, und jede trägt ihre eigene gestempelte Nummer.

  • Caffenol

    Instantkaffee, Vitamin C, Natron: zusammen unter 5 €. Kein Chemieversand, kein giftiger Abfluss.

Workshop in Stuttgart.

Fünf Stunden, sechs Plätze, ein Negativ. Wir belichten zu zweit und entwickeln gemeinsam in Caffenol.

Nächste Termine: ab Sommer 2026.

Häufige Fragen.

  • Was ist eine Pinhole-Kamera?

    Eine Kamera ohne Linse.

  • Wie lange dauert eine Belichtung?

    Ab vier Sekunden, je nach Licht.

  • Was ist Caffenol?

    Ein Entwickler aus Instantkaffee, Vitamin C und Natron: Zutaten aus Supermarkt und Drogerie, zusammen unter 5 €.

  • Wie sieht das fertige Bild aus?

    Schwarzweiß, aber nicht neutral grau: Das Negativ kommt in einem warmen Sepia-Ton aus dem Caffenol, weich und malerisch, wie die Beispielbilder auf dieser Seite.

  • Muss der Raum zum Entwickeln wirklich ganz dunkel sein?

    Ja, ganz dunkel.

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